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Aktuelles 2022

LM + BM Langstaffeln in Hannover (10. Juli 2022)

Sie ließen der Konkurrenz keine Chance

(LANDESZEITUNG vom 19. Juli 2022)

Läuferinnen des MTV Treubund holen Landesmeistertitel in 3x800-Meter-Staffel

VON KATHRIN BENSEMANN

Lüneburg. Trainerin Janina Eimann hatte so eine Ahnung, behielt aber für sich, dass sie ihren Athletinnen Anouk Sawinski, Swantje Völzke und Lisanne Boese den U18-Landesmeistertitel in der 3x800-Meter-Staffel in Hannover zutraut. "Wir haben so gut trainiert." Sie sollte recht behalten: Obwohl die LG Emstal Dörpen mit einer deutlich schnelleren Meldezeit als die Lüneburger angetreten war, hatte sie keine Chance gegen das Trio des MTV Treubund. In 7:30,98 Minuten hatten die drei fast fünf Sekunden Vorsprung auf die Emstalerinnen und mehr als eine Minute auf die drittplatzierte Staffel aus Bad Nenndorf.

Dazu kam etwas Glück: Das Feld war dezimiert, es gab einige Absagen. Das aber schmälert nicht die Leistungen der drei Läuferinnen, die zuletzt noch knapp 15 Sekunden langsamer gewesen waren. "Es lief wirklich alles nach Plan, und die Mädels haben genau das umgesetzt, was ich ihnen mit auf den Weg gegeben habe", freute sich Janina Eimann - wohlwissend, dass die Langstaffel eigene Gesetze hat.

Start in der Staffelmitte beruhigt die Nerven

Anouk Sawinski ging gleich auf's Ganze, rannte den anderen Startläuferinnen direkt davon. "Keine leichte Aufgabe, ein Rennen vorneweg allein zu gestalten", gab die Trainerin zu bedenken, "dennoch hat Anouk es geschafft, mit zehn Sekunden Vorsprung auf Swantje zu übergeben."

Auch die 16-jährige Adendorferin erwischte einen Sahnetag - und der Start in der Mitte liegt ihr: "Ich mache mir selbst viel Druck vor Wettkämpfen, und an dieser Position habe ich schon eine ungefähre Einschätzung, was auf mich zukommt. Das hilft mir", so Swantje Völzke. Nicht die Führung zu verlieren, war die Vorgabe, die sie voll erfüllte: Sie hielt die zweite starke Läuferin von Emstal auf Abstand, übergab fünf Sekunden vor ihr den Staffelstab. "Ich habe immerzu darauf gewartet, dass sie von hinten kommt und dachte 200 Meter vor dem Wechsel: Jetzt bloß durchhalten."

Lüneburgs Schlussläuferin war Lisanne Boese, frischgebackene U18-Vize-Landesmeisterin über 800 m im Einzel und die Schnellste über die Distanz im Team: Sie ließ nichts mehr anbrennen. Der Landestitel war dem Trio sicher.

Ein Training mit Janina Eimann zahl sich aus

Seit Herbst 2019 trainiertJanina Eimann den älteren Leichtathletik-Nachwuchs beim MTV Treubund. Nun zahlt sich die Arbeit aus: "Ich freue mich sehr, dass sich die drei für die vielen Stunden und die Kraft, die sie bisher in die Saison gesteckt haben, belohnen konnten Sie haben sich nicht nur läuferisch verbessert, sondern mittlerweile auch eine ganz andere Renngestaltung, was Taktik und Durchsetzungsvermögen angeht. Ich bin sehr stolz", so die 21-Jährige.

Ergebnisse


NLV+BLV - Meisterschaft Jugend U20 + U16 in Lingen (11./12. Juni 2022)

Nie zuvor so einen starken Lauf hingelegt wie in Lingen

(LANDESZEITUNG vom 15. Juni 2022)

Lolle Bo Sandmeister ist über 100 m in der W14 die Schnellste in Niedersachsen

VON KATHRIN BENSEMANN

Lüneburg. Bloß nicht nach links und rechts zur Konkurrenz schielen. Das ist für Sprinterin Lolle Bo Sandmeister vom MTV Treubund oberstes Gebot. Und deshalb hat sie auch bei den Landesmeisterschaften in Lingen/Ems kurz vor ihrem Finale über 100 Meter wieder einen festen Punkt zum Fokussieren gesucht. Dieses Mal einen Fotografen, der auf ihrer Bahn kurz hinter der Ziellinie stand. "Ich habe nur gehofft, dass er während des Rennens nicht weggeht." Er rührte sich 12,69 Sekunden nicht vom Fleck - so schnell war Lolle Bo im Ziel, lief erneut Bestzeit und zum Titel in der W 14.

"Einen so starken Lauf hatte ich noch nie", freute sich die 14-Jährige, die damit zu den vier schnellsten Sprinterinnen über 100 m ihrer Altersklasse in ganz Deutschland gehört. In Lingen blieben auf Landesebene die ersten fünf unter 13 Sekunden. Das Feld war so stark besetzt, dass sich Lolle Bo zuvor in einem Vor- und einem Zwischenlauf behaupten musste.

Den Landesmeister-Titel widmete sie ihrem Opa Peter Bergen, Reppenstedts Ex-Bürgermeister, der am 4. Juni verstorben ist. "Das ist schon eine große Last, aber ich weiß, dass er gewollt hätte, dass ich laufe", erzählt die Reppenstedterin. Nach dem Zieleinlauf musste sie sich erst einmal sammeln und vom Tunnelblick befreien. "Ob der Fotograf mich nun eigentlich fotografiert hat, weiß ich gar nicht."

Lisanne Boese starke Dritte über 800 m in U20

Auch Vereinskameradin Lisanne Boese rannte in Lingen aufs Podest, wurde starke Dritte über 800 m in der U 20 und war damit sogar eine Altersklasse höher gestartet als sie eigentlich hätte müssen. In Lingen hatte sie mit der DM-Norm geliebäugelt, die mit 2:18,20 nicht mehr so weit weg ist von ihrem Kreisrekord (2:20,35), den sie eine Woche zuvor gelaufen war.

"Doch leider konnte sich Lisanne im Rennen nicht selbst ziehen lassen, sondern musste auf den ersten 500 Metern das Tempo für das U 20-Feld machen", berichtete Trainerin Janina Eimann. Mit der Norm wurde es deshalb nichts, in 2:21,20 aber sicherte sie sich LM-Bronze.

Anouk Sawinski läuft wieder Bestzeit

Drei Rennen hat Anouk Sawinski (ebenfalls MTV Treubund) in dieser Saison bereits absolviert, dreimal lief sie Bestzeit. So auch in Lingen: Über 800 m wurde sie in der W 15 in 2:26,34 Vierte.

Beide Athletinnen hatten sich bereits für die Norddeutschen Meisterschaften der U 20 sowie der W/M 15 am 25. und 26. Juni in Lübeck qualifiziert. Dort wird auch Lolle Bo Sandmeister an der Startlinie stehen. Eine Altersklasse höher gemeldet, will sie erneut über 100 m und 300 m starten. Über letztere Distanz wurde sie bei den Landesmeisterschaften in Lingen in neuer Bestzeit von 43,53 Sekunden Fünfte. "Mal schauen, ob in Lübeck noch mehr geht."

Ergebnisse


Kindersportfest in Delmenhorst (08.05.2022)

Kinder-Leichtathlet*innen in Delmenhorst erfolgreich

Die Kinder-Leichtathlet*innen des TSV Adendorf hatten einen fulminanten Auftakt in die Sommerwettkampfsaison - seit mehr als zwei Jahren endlich wieder unter normalen Bedingungen! Viele Familien waren als Unterstützer mitgereist und genossen bei herrlichsten Königswetter die Wettkämpfe ihrer Kinder:

Die Spannung bei der 4x50m-Jungen-Staffel U12 (Arvid Seedorf, Constantin Schrell, Oskar Steinhöfel und Ben-Bruno Thieme) war besonders groß, da zwei der Läufer des Jahrgangs 2014 deutlich jünger waren als ihre beiden Mannschaftskollegen und ihre weiteren Mitstreiter. Umso größer war die Freude und der Stolz über den erlaufenen 1. Platz in 33,04 Sekunden. Es fehlten nur 3 Zehntel-Sekunden zum U12-Kreisrekord.

Auch die Mädchen-Staffel U12 mit Ella Kruppa, Julika Beyer, Rhea Bauermeister und Martha Soetebeer rannte dem übrigen Feld souverän davon. Die jüngere Mädchen-Staffel mit Ida Pont, Greta Seedorf, Sarah Bomblat und Annemieke Bomblat sprintete in 35,44 Sek. auf den starken 3. Platz (35,44 sec.).

In den Einzelwettbewerben konnten sich alle über tolle Platzierungen und persönliche Bestleistungen
freuen:

Ella Kruppa, Martha Soetebeer und Rhea Bauermeister katapultierten sich vor allem im Weitsprung
in der Altersklasse U12 auf die vordersten Plätze. Den weitesten Satz schaffte Martha (W11) mit 4,27 m, 18 cm am W11-Kreisrekord vorbei.

Arvid Seedorf (M11) erreichte über 50 m sein bestes Ergebnis - 1. Platz in starken 8,47 Sek. Constantin Schrell (M10) erlief sich auf der Mittelstrecke über 800m in tollen 2:53,73 Min. Platz 1. Tom Oestreich (M10) machte mit 2,53 m seinen bisher weitesten Satz in die Weitsprunggrube.

Ida Pont (W10) lief nach einem langen Wettkampftag über 800m auf einen tollen 2. Platz (3:12:62 min). Greta Seedorf (W10) warf den 80g-Schlagball auf 15,50m (5.Rang). Die Zwillinge Sarah und Annemieke Bomblat und die Sportfest-Debütantin Julika Beyer behaupteten sich in einem starken Teilnehmerinnenfeld hervorragend. Julika (W9) machte mit 2,65m ihren bisher weitesten Satz im Weitsprung. Annemieke (W9) schmetterte den Schlagball auf die 22,50 m- Marke (1. Platz). Sarah konnte stolz über einen tollen 2. Platz mit 3,15m im Weitsprung sein.

Ben-Bruno Thieme und Oskar Steinhöfel, die jüngsten Teilnehmer im Team Adendorf, lieferten sich bei
fast jedem Wettbewerb ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die ersten beiden Plätze. Im 50m- Sprint teilten sie ich mit 9,10 Sek. sogar den 1. Platz.

Ergebnisse


Nachruf

(LANDESZEITUNG vom 19. Februar 2022)

Hammerwerfer mit Leib und Seele

Der Radbrucher Horst Baumgarten ist nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben

Radbruch. Sein zweites Zuhause war der Sportplatz. Horst Baumgarten war Hammerwerfer mit Leib und Seele - und ein sportliches Phänomen. Auch im hohen Alter nahm der Athlet des TSV Radbruch weiterhin jeden Wettkampf mit, wurde immer noch ein Stückchen besser. Erst im September verblüffte er mit einem neuen Landesrekord in seiner Altersklasse.
Nun ist Horst Baumgarten im Alter von 85 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben, und der Lüneburger Sport verliert eine große Persönlichkeit.
Wer ihn nach Wettkämpfen für ein Interview anrief, musste ein bisschen Zeit mitbringen. "Sie suchen sich ja dann den Honig raus", entschuldigte er sich gern mitten im Gespräch. Doch wer von Kreis- bis Bundesebene einen Titel nach dem anderen feierte, hatte eben auch viel zu berichten. Zum Beispiel Ende 2020, als er sich bei den deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport in Dissen am Teutoburger Wald das Triple holte: deutscher Meister im Dreikampf, im Gewichtwurf und in der Mannschaft. Damit unterstrich er, dass er nicht nur den Hammer auf Medaillenkurs bringen konnte.
Weite Touren machte der ehemalige Bahnhofsvorsteher wohl auch berufsbedingt mit dem Zug und genoss es, wenn Sportskameraden schon unterwegs zustiegen. Denn fast noch wichtiger als der Erfolg war Baumgarten die Gemeinschaft im Sport. "Das Schönste ist doch, immer alle wiederzusehen" unterstrich er stets.
So erlebte ihn auch Werfer-Kollegin Carola Petersen: "Horst hatte immer ein offenes Ohr, half mit Tipps und war bei allen sehr beliebt." Und sie freute sich, seine Wettkämpfe zu verfolgen: "Ihm beim Werfen zuzusehen, war wirklich ein Genuss."
Das Werfer-Gen hat Baumgarten, der mehr als 65 Jahre Mitglied im TSV Radbruch war, an die nächsten Generationen weitergegeben. Viele Wettkämpfe bestritt er in den letzten Jahren gemeinsam mit seinem Sohn Dierk und Enkel Adrian, früher auch mit Enkel Jan-Merten.
Überhaupt war der zweifache Vater und Opa ein Familienmensch durch und durch. 63 Jahre war er mit seiner Frau Eva verheiratet. Beim Tanzen hatte er sie kennengelernt und ihr gemeinsames Hobby behielten die zwei bis zuletzt aktiv bei.
Viele weitere trauern nun mit der Familie: Sie haben einen guten Freund und einen wahren Sportsmann verloren. kab


Horst Baumgarten war in der Leichtathletik-Szene sehr beliebt. Foto: t&w