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Weltmeisterschaften Senioren in San Sebastian (Spanien) vom 22.8.-3.9.2005


LANDESZEITUNG der Lüneburger Heide vom 6. September 2005


Silber die Krönung für Cordes

Auch Carola Petersen und Uwe Kurfürst überzeugen bei Leichtathletik-WM der Senioren

so Lüneburg. Tolle Eindrücke, starke Leistungen und eine Mannschafts-Silbermedaille für Heinz-Dieter Cordes - die Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Senioren im nordspanischen San Sebastian waren für drei Lüneburger Aktive ein unvergessliches Erlebnis. Neben Cordes starteten Uwe Kurfürst im Marathon und Carola Petersen im Diskuswerfen und Kugelstoßen.

Seine Abschiedsvorstellung auf internationaler Bühne gab dabei Heinz-Dieter Cordes in der Altersklasse M 60. "Es war wohl meine letzte WM. Ich will künftig etwas kürzer treten", so Cordes. Dabei fehlten ihm und seinen Mannschaftskollegen Edmund Schlenker und Peter Lessing nur 39 Sekunden zu WM-Gold im Crosslauf über 8,2 km. Den Titel holten in einer Zeit von 1:32,25 Stunden die Spanier (die Zeiten der einzelnen Läufer wurden addiert). Deutschland kam in 1:33,25 auf Platz zwei. Cordes lief 31:16 Minuten, was im Einzelklassement den respektablen achten Rang bedeutete.


Die deutsche Cross-Mannschaft mit Peter Lessing, Heinz-Dieter Cordes und Edmund Schlenker (v.l.) bei der Siegerehrung.

Doch der Lüneburger absolvierte noch zwei weitere Starts. Über 5000 m wurde er mit persönlicher Saisonbestleistung von 17:30,21 Minuten unter insgesamt 87 Läufern Vierter. Weltmeister wurde der Spanier Emilio de la Camara. Über 1500 m erreichte Cordes den Endlauf und wurde dort erneut mit Saisonbestleistung Fünfter (4:51,17 Minuten). Weltmeister wurde Ulrich Grönhardt (Bayern/4:44,44). Die klimatischen Bedingungen waren nicht immer einfach. "Wir hatten teilweise schon morgens um 9 Uhr Temperaturen von 30 Grad", berichtet Cordes, "aber es waren tolle Titelkämpfe. Ich bin mehr als zufrieden."

Zu einem ähnlichen Fazit kam Carola Petersen, die in der Altersklasse W 45 startete. Und das, obwohl sie in der Nacht vor dem Kugelstoß-Wettkampf "Montezumas Rache", also eine Magen-Darm-Grippe, ereilte. Medikamente nahm sie nicht. "Man weiß ja nie, ob davon was auf der Doping-Liste steht", sagt Carola Petersen. Lüneburgs ehemalige Sportlerin des Jahres nahm all ihren Willen zusammen und stieß die Kugel auf die Kreisrekord-Marke von 11,14 m, was für Platz vier reichte. "Es hat noch gut geklappt. Ich bin total zufrieden", so Carola Petersen. Gold ging mit 11,95 m an C. Finsrud (USA). Im Diskuswerfen kam Carola Petersen, nachdem sie durch die Krankheit drei Kilo abgenommen hatte, mit 28,80 m auf Rang sieben.

Einen Wettkampf der ganz harten Sorte absolvierte Uwe Kurfürst. Er startete im Marathon der M 40. Eine Tortur sind die 42,195 km ohnehin schon. Bei mehr als 30 Grad und vor allem mit starkem Berufsverkehr, der in den Straßen parallel zur Strecke floss, wird das ganze aber noch heftiger. Von 137 Startern kamen nur 78 ins Ziel, der Rest gab auf. Kurfürst hielt durch, wurde in 3:29,19 Stunden 56.